Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule – Verband für Schulen des gemeinsamen Lernens e.V.

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Landesverband Niedersachsen

Ein Meilenstein für die Gesamtschulen in Niedersachsen – GGG begrüßt die Neuorganisation im Kultusministerium

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Mit Wirkung zum 1. August 2026 übernimmt das Referat 31 im Niedersächsischen Kultusministerium die Zuständigkeit für die Angelegenheiten der Gesamtschulen. Für die GGG Niedersachsen ist diese Entscheidung weit mehr als eine organisatorische Veränderung – sie ist ein bildungspolitischer Meilenstein und ein wichtiger Erfolg für die Gesamtschulen in Niedersachsen.

Über viele Jahre hinweg hat sich die GGG Niedersachsen mit Nachdruck dafür eingesetzt, dass die Gesamtschulen im Kultusministerium wieder eine eigenständige fachliche Verankerung erhalten. Immer wieder haben wir darauf hingewiesen, dass eine Schulform, die inzwischen einen unverzichtbaren Bestandteil der niedersächsischen Bildungslandschaft bildet, nicht dauerhaft als Unterbereich anderer Schulformen geführt werden darf.

Mit der Neuorganisation werden die Angelegenheiten der Gesamtschulen wieder aus der unmittelbaren Zuordnung zum Gymnasialreferat herausgelöst und im Referat 31 gebündelt. Damit wird ein deutliches Signal gesetzt: Die Gesamtschule wird als eigenständige Schulform mit ihrem besonderen pädagogischen Profil, ihren spezifischen Strukturen und ihrem Bildungsauftrag sichtbar anerkannt.

Die GGG Niedersachsen hat diese strukturelle Veränderung seit vielen Jahren gefordert – in Gesprächen mit der Landespolitik, in Stellungnahmen, Anhörungen und im kontinuierlichen Austausch mit dem Kultusministerium. Dass diese Forderung nun aufgegriffen wurde, zeigt, dass beharrliche Interessenvertretung Wirkung entfalten kann.

Selbstverständlich bleibt unser langfristiges Ziel ein ausschließlich für die Gesamtschulen zuständiges Referat. Auch das Referat 31 übernimmt weiterhin weitere Aufgaben. Dennoch stellt die jetzige Neuorganisation einen entscheidenden Fortschritt dar. Sie schafft bessere Voraussetzungen dafür, dass Entscheidungen künftig auf einer fundierten Kenntnis der Besonderheiten der Gesamtschulen getroffen werden.

Für mehr als 130 Gesamtschulen in Niedersachsen bedeutet diese Entwicklung eine deutliche Aufwertung ihrer Interessen auf ministerieller Ebene. Sie stärkt die Wahrnehmung einer Schulform, die seit Jahrzehnten erfolgreich für gemeinsames Lernen, Chancengerechtigkeit, individuelle Förderung und leistungsorientierte Bildungswege steht.

Die GGG Niedersachsen versteht diese Entscheidung zugleich als Anerkennung des langjährigen Engagements der vielen Schulleitungen, Lehrkräfte und der gesamten Gesamtschulgemeinschaft. Vor allem ist sie aber ein Erfolg konsequenter bildungspolitischer Arbeit.

Als Landesverband werden wir diesen Weg weiterhin konstruktiv begleiten. Die Einrichtung des Referats ist ein wichtiger Schritt – nun gilt es, die neuen Strukturen mit Leben zu füllen und die Interessen der Gesamtschulen dauerhaft und wirkungsvoll in der Bildungspolitik zu verankern.

Wir danken Ministerpräsident Olaf Lies und Kultusministerin Julia Willie Hamburg dafür, dass sie mit dieser Entscheidung ein wichtiges Signal für die Zukunft der Gesamtschulen in Niedersachsen gesetzt haben. Gleichzeitig verstehen wir diese Neuorganisation als Auftrag, den begonnenen Weg gemeinsam konsequent weiterzugehen.

 

Ulla Pleye
Landesvorsitzende