Nach Grußworten der Bundesbildungsministerin Prien, des Thüringischen Bildungsministers Tischner und des Bildungsdezernenten der Stadt Jena Schleußner eröffnete Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin den Kongress am Donnerstag mit seinem Vortrag „Was Demokratie ausmacht und wie sie aus der Krise kommt“. In freier Rede nahm er die Zuhörerschaft mit in die Grundlagen und Voraussetzungen einer gelingenden Demokratie und ermutigte, sich für unser Gemeinwohl zu engagieren und optimistisch für unsere demokratische Gesellschaft einzutreten und das Positive mehr in den Mittelpunkt zu stellen.
Für die mehr als 200 Teilnehmenden war und ist dieser Auftakt eine positive und mutmachende Botschaft für ihren Alltag. Viele Jugendliche, Lehrerinnen und Lehrer, Bildungswissenschaftler und Bildungswissenschaftlerinnen, Aktive aus Bildungsorganisationen wie GEW, Bundesschüler:innenkonferenz, Bundeselternrat uvm., an Bildung Interessierte und GGG-Mitglieder haben an zwei Tagen ein vielfältiges Programm zum Kongressthema erlebt.
Ein Mix aus Vorträgen, positiven Beispielen bei den Schulbesuchen, 18 Workshops, einer bildungspolitischen Podiumsdiskussion und vielen Gesprächen und Begegnungen bestärkt die Teilnehmenden in ihrem Einsatz für eine demokratische Gesellschaft mit einer bildungsgerechten Schule.
Der Freitag stand im Zeichen des Lernens und der Pädagogik. Bei einem Markt der Möglichkeiten in der Jenaplan-Schule und in 8 Besuchsschulen konnten sich die Besucher und Besucherinnen ein Bild von der Umsetzung demokratischer Beteiligungsstrukturen der jeweiligen Institution machen. Das wurde am Nachmittag nach einem Vortrag von Prof. Dr. Peter Fauser, der auf Demokratie und Erziehung blickte („Sind wir noch zu retten? Über eine pädagogische Hoffnung“) mit 18 Workshops fortgesetzt. Diese Workshops wurden von vielfältigen Akteuren aus verschiedenen Blickwinkeln angeboten, besonders auch von Schulen, in denen Demokratie (er-)lebbar ist. Die detaillierte Übersicht ist auf unserer Website https://ggg-web.de/wp-content/uploads/2026/03/27-03-2026-Workshopangebote.pdf einsehbar.
Am Abschlusstag stand die Bildungspolitik mit einer Podiumsdiskussion und einem Vortrag zur positiven Zusammenarbeit von Schulträger und Schulen durch Frau Christine Wolfer aus Jena im Mittelpunkt. Es folgte eine Podiumsdiskussion mit Vertreter:innen aus Politik, Bildungsorganisationen und Schule moderiert von der Journalistin Jördis Bachmann. Ein besonderer Höhepunkt war das Gespräch von zwei Schülerinnen – Amy Kirchhoff von der Bundesschüler*innenkonferenz und Ronja Radscheid vom Bürgerrat Bildung und Lernen – mit Bodo Ramelow. Auch daraus ging die Botschaft an alle, auf das Positive zu sehen und unbeirrt für die Demokratie zu kämpfen.
Der Kongress endete mit einem Dank an das unterstützende Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien und besonderem Dank an die Schulgemeinde der Jenaplan-Schule, die der Veranstaltung einen ganz besonderen und herzlichen Rahmen gegeben hat und wesentlich an der Vorbereitung des Kongresses beteiligt war.