Unter dieses Motto des Referenten Prof. Wilhelm Heitmeyer im Zusammenhang mit den Herausforderungen durch eine zunehmend stärker werdende AfD und die notwendige Verteidigung demokratischer Strukturen im Bildungswesen ließe sich der Tenor Tagung zusammenfassen.
Seinen 10jährigen Geburtstag hat das Bündnis „Eine für alle“ in einer Fachtagung mit zwei beeindruckenden Vorträgen von Professor Wilhelm Heitmeyer und Hadija Haruna-Oelker begangen. Heitmeyer warnte eindringlich vor dem Eindringen der AfD ins System Schule, zeigte die dramatischen Folgen auf und forderte das Bündnis auf Gegenstrategien zu entwickeln. Haruna-Oelker bezeichnete Inklusion als Prinzip einer Wertegemeinschaft und forderte eine offensiven Strategie, um eine von ihr beobachtete Sprachlosigkeit in Sachen Inklusion zu überwinden.
Die Podiumsdiskussion
Die anschließende Podiumsdiskussion lässt sich unter der Überschrift „Teilhabe ermöglichen“ stellen. Alle Referent*innen[1] waren der Überzeugung, dass Schule nur einen zukunftsorientierten, erfolgreichen Weg beschreiten kann, wenn die Bedürfnisse der Schüler*innen ernsthaft in den Mittelpunkt gestellt werden. Hier ein paar Beispiele:
Mangelnde Teilhabe erzeugt das Gefühl, man selbst sei verantwortlich für Scheitern von Inklusion.
Die Frage der Institution Schule an sich und die Schüler*innen lautet nicht: Was braucht das Kind, sondern was brauchst du als Lernende*r?
Mentale Gesundheit in der Schule ist nicht herstellbar ohne wirkliche Beteiligung der Schüler*innen. Aus den Erfahrungen der beteiligten Kinder und Jugendlichen beim Bürgerrat Bildung und Lernen der Montag Stiftung wurde resümiert, dass Teilhabe und Wirksamkeitserfahrungen eine große Steigerung des Selbstbewusstseins mit sich bringen.
Am folgenden Tag hat das Bündnis die Veranstaltung vor allem mit Blick auf Meilensteine und wirksame Strategien in den Verbänden und der Öffentlichkeit zur Erreichung der „Einen Schule für alle“ betrachtet. Wir werden berichten.
Anna Ammonn
[1] Lisa Berner – Master Inclusive Education, Dr. Reinald Eichholz – Ehem. Kinderrechtsbeauftragter Landesregierung NRW, der erkrankte Dr. Karl-Heinz Imhäuser vom Vorstand der Montag Stiftung wurde von Gerd-Ulrich Franz vorgestellt und Amy Kirchhoff- Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz