Chancengipfel 2026 – Bundeselternrat und Bundesschülerkonferenz laden im Rahmen der Futuromundokonferenz ein

Am 25. und 26. Juni 2026 fand in Stuttgart das diesjährige Futuromundo Zukunftsfestival des Lernens statt. Das Festival führt internationale Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, Lehrende aus Schule und von Universitäten, Politiker und Politikerinnen, jüngere und erfahrene Menschen in einem vielfältigen und interessanten Programm zusammen. Neben den Vorträgen finden Workshops vor allem zum Thema künstliche Intelligenz und ihr Einfluss auf das Lernen statt, es ist Zeit zum Netzwerken, Kennenlernen und Austausch.
Im Rahmen dieser internationalen Konferenz haben der Bundeselternrat (BER) und die Bundesschülerkonferenz (BSK) ihren Chancengipfel 2026 organisiert.
Am Freitag, 26.Juni 2026 trafen sich ca. 60 Teilnehmende (Elternvertreter:innen, Schüler:innen, zwei Bildungspolitiker, Vertreter:innen verschiedener Bildungsorganisationen) im Haus der Wirtschaft von Stuttgart um rotierend in 4 Diskussionsrunden zu den vorher ermittelten wichtigsten Themen rund um Schule und Lernen die jeweilige Problemlage zu definieren, aber vor allem kurz- bis langfristig anzustrebende Ziele zu formulieren.
Wir als GGG waren vom BER eingeladen und ich habe unseren Verband dort gerne vertreten.
Die 4 Fokusbereiche waren:

  1. Digitalisierung in Schule und Unterricht
  2. Gesundheit und Wohlbefinden von Schülerinnen und Schülern
  3. Unterrichtsausfall und Lehrermangel
  4. Chancengerechtigkeit und soziale Teilhabe

 

Jedem Fokusbereich war ein Team von Moderator:in, Protokollant:in und Expert:innen zugeordnet, die jeweils 75 Minuten mit den wechselnden Teilnehmenden diskutiert haben. Als Vertreterin der GGG gehörte ich dem Fokusbereich 4 „Chancengerechtigkeit und soziale Teilhabe“ als Expertin an.
In unserer Gruppe wiederholte sich die Forderung nach einer Schule für alle zumindest von Klasse 1-10, um Übergänge und Ungleichzeitigkeiten der Entwicklung zu vermeiden und das vertraute Umfeld zu bewahren. Es wurde auch eine Schulpflicht für alle bis Klasse 13 diskutiert, was eine Gleichwertigkeit der beruflichen Ausbildung begünstigen würde. Eine Pflicht zum kostenfreien Besuch der Kindertagesstätte wurde teilweise kontrovers diskutiert, aber mehrheitlich befürwortet.
Den Abschluss des Tages bildete eine Pressekonferenz mit der Übergabe des Statementpapiers (hier als PDF-Dokument) an die anwesenden Vertreter der Bildungsministerien aus Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt.
Es war eine sehr professionell organisierte Tagung mit wichtigen Ergebnissen, die nun gelesen, gehört und umgesetzt werden müssen. Besonders beeindruckt haben mich die Jugendlichen des Bundesschülerkonferenz: ihr Engagement, ihre Professionalität und ihr Blick auf die Mängel des Systems, das sie gerade durchlaufen. Bundeselternrat und Bundesschülerkonferenz sind wichtige Bündnispartner für die GGG, das hat sich erneut bestätigt.

 

Konstanze Schneider