Willkommen auf den Niedersachsen-Seiten!

Bitte besuchen Sie die Homepage des Landesverbands

www.ggg-niedersachsen.de

Vorsitzende
Susanne Pavlidis
Neudammstraße 21 B
38116 Braunschweig
Tel.: 0531 338834
Email: susanne.pavlidis(at)ggg-niedersachsen.de

Ein Beitrag von Joachim Lohmann

In Ballungsräumen verletzt die Grundschule die Chancengleichheit massiv. Für die gravierenden Leistungsunterschiede zwischen den Grundschulen ist nicht eine liberale Schulpolitik der Stadtstaaten verantwortlich. Schuld ist die Siedlungsstruktur, die Flucht von Eltern vor unterprivilegierten Grundschulen sowie eine Liberalisierung bei den Schuleinzugsbereichen. Die Ideologie des Wettbewerbs zwischen Schulen bedroht den Auftrag des Grundgesetzes: Nicht einmal in der Grundschule kommen noch Kinder aller Schichten zusammen.
Die soziale Segregation in der Siedlungsstruktur wird durch die Abwahl von sozial unterprivilegierten Schulen potenziert. Diese Abschottung bildet ein gefährliches Konfliktpotential, das sich im Ausland schon mehrfach entladen hat.
Nur eine integrierte Politik von Stadt- und Schulentwicklung kann den Konfliktstoff entschärfen und den sozial und ethnisch Benachteiligten bessere Chancen auf Entfaltung und Teilhabe vermitteln.

Die Konkurrenz zerstört die Grundschule

... fordert Prof. Peter Struck und stellt fest: "Ein längeres gemeinsames Lernen schafft mitreißende Effekte gegenüber schwachen Schülern. Die guten lernen nämlich durch Erklären viereinhalb mal so viel wie durch Zuhören; und da Schüler von anderen Schülern doppelt so viel lernen wie durch Lehrkräfte, lernen beide Gruppen mehr."

Der Vorstand der Gemeinnützigen Gesellschaft Gesamtschule hat in seiner Sitzung vom 06.10.2012 vor einem weiteren Abbau der Eigenverantwortlichen Schule gewarnt.
An mehreren Schulen hat die mit 120 Mitarbeitern neu eingerichtete Abteilung „Prüfung und Beratung“ bei der Niedersächsischen Landesschulbehörde die Verlängerung von zum Teil mehrjährigen Kooperationsverträgen verhindert. Die Begründungen für die jeweiligen Ablehnungen sind für die GGG nicht nachvollziehbar.

Schulleiterinnen und Schulleiter in der Zerreißprobe zwischen Bürokratie und Pädagogik

Loccumer Erklärung
der Leiterinnen und Leiter der niedersächsischen Gesamtschulen vom 2. März 2012

Gesellschaft, Bildungspolitik und Schulaufsicht fordern von den Schulen ein Bündel von Leistungen, das von Jahr zu Jahr wie selbstverständlich ausgeweitet wird: Schulen sollen Heranwachsende in möglichst kurzer Zeit zu einem höchstmöglichen Abschluss bringen. Sie sollen fördern und fordern und dabei effektiv und human zugleich arbeiten. Sie sollen die Inklusion ebenso ermöglichen wie die erfolgreiche Vorbereitung auf das Berufsleben und Studium. Und sie sollen dies möglichst eigenverantwortlich tun.

Lesen Sie die ganze  LOCCUMER ERKLÄRUNG 2012 .

Was hat man den Gesamtschulen nicht alles vorgeworfen. Nun steht ausgerechnet mit der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule in Göttingen eine 1975 gegründete IGS an der Spitze der bundesweiten Schullandschaft.

Tischgruppen statt Trennung | Frankfurter Rundschau vom 25.06.2011 (zuletzt abgefrufen: 15.01.2017)