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Länderbericht Bremen 2020-10

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Oberschulen / Gesamtschulen können sich behaupten

Das Verhältnis zwischen Oberschulen / Gesamtschulen auf der einen Seite und den Gymnasien auf der anderen ist bei den Anwahlen der 5.Klassen für das kommende Schuljahr wie in den Vorjahren ohne große Schwankungen vonstatten gegangen. So lieferten sich die Gesamtschule Ost (182 Anwahlen) und das Gymnasium Horn (181 Anwahlen) ein Kopf-an-Kopf-Rennen wie all die Jahre vorher. Wichtig für die Bremer Schullandschaft ist auf jeden Fall, dass sich die Oberschulen / Gesamtschulen weiterhin behaupten konnten, so dass der Ruf nach weiteren Gymnasien schulpolitisch keine Durchschlagskraft entfalten kann.

Ressourcen für den Bildungsbereich deutlich erhöht

Im Bildungswesen hat Bremen für den Haushalt 2020 Prioritäten gesetzt und die Ausgaben um gut 22% erhöht. Das entspricht einer Erhöhung um 206 Mio. auf 1,154 Mio EUR. Damit vollzieht Bremen im Bildungsbereich 2020 eine bemerkenswerte Ausgabensteigerung. Ebenfalls für Bremerhaven sind die Zuwendungen im Bildungsbereich gestiegen. Besonders die Zahl der Lehrerstellen an den Oberschulen / Gesamtschulen wird in beiden Städten erhöht, was notwendig wurde, um die wachsende Zahl der Schüler zu bewältigen. Neu eingestellte Lehrer sollen nach dem Willen der Behörde an den Schulen eingesetzt werden, wo ein Bedarf an Fachkräften besonders hoch ist. Ebenfalls kommt dem Schulbau und den Sanierungen maroder Schulen die Steigerung der Haushaltsmittel zugute. Auch die Digitalisierung soll davon profitieren.

Präsenzunterricht und schuleigener Gestaltungsspielraum

Im neuen Schuljahr soll vor allem der Präsenzunterricht dominierend sein, was den Regelbetrieb als Hauptform des Unterrichts einschließt. Daneben gelten das Lernen zuhause (Distanzunterricht), Förderangebote für bestimmte Schülergruppen und spezielle Betreuung von Schülern in der Schule, die Defizite in der Pandemie angehäuft haben, so die Behörde. Die Schulen haben aber auch einen eigenen Gestaltungsspielraum, den sie entsprechend nutzen können.

KARLHEINZ KOKE