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Länderbericht Schleswig-Holstein 2020-10

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In Schleswig-Holstein dominierte die Pandemie und deren Auswirkungen auf Schule und Unterricht in den letzten Monaten das Geschehen im Bildungsbereich. Andere wichtige Themen, wie zum Beispiel die beabsichtigte Novellierung der Landesverordnung über sonderpädagogische Förderung mit Konsequenzen für die weitere Gestaltung der Inklusion in SH, wurden zurückgestellt.

Der Landesvorstand der GGG hat sich mit Presseinformationen (siehe www.ggg-bund.de/sh-aktuell) und Posts auf seinem Facebook-Account intensiv in die öffentliche Debatte eingeschaltet. Unsere wesentlichen Anliegen bestanden darin, dass für einen optimalen Schutz aller Betroffenen gesorgt ist, dass besonders die Bildungsbenachteiligten in den Blick genommen und unterstützt werden und dass eine hinreichende Partizipation von Schulleitungen, Lehrkräften, Eltern sowie Schüler*innen erfolgt, bevor Entscheidungen getroffen werden.

Rückblickend müssen wir feststellen, dass auch nach einem Gespräch mit der Bildungsministerin Karin Prien (CDU) im Juni dieses Jahres, das in offener und freundlicher Atmosphäre stattfand, unsere Anliegen nur unzureichend berücksichtigt wurden und die Orientierungen mit falschem Primat erfolgten.

GGG-SH widerspricht Interpretation der Ergebnisse der IQB-Bildungstrends

Die negativen Ergebnisse der IQB-Bildungstrends für Schleswig-Holstein im Fach Mathematik und den Naturwissenschaften, die Ende 2019 publiziert wurden, sorgten im Land für heftige Schlagzeilen. Als mögliche Ursachen dafür wurden auch von der Ministerin der integrierte naturwissenschaftliche Unterricht sowie die Binnendifferenzierung an Gemeinschaftsschulen öffentlich an den Pranger und infrage gestellt. In dem Gespräch mit der Ministerin bot sie uns jetzt an, die Ergebnisse, deren Ursachen und gegebenenfalls daraus zu ziehende Konsequenzen in einer Klausurtagung gemeinsam mit ihren Expert*innen zu erörtern.

Videokonferenzen und Neuwahlen – was kommt danach?

Auch der Landesvorstand hat sich in seiner Arbeit pandemiebedingt umstellen müssen. Wir haben gelernt, Vorstandssitzungen als Videokonferenzen durchzuführen, und Gefallen daran gefunden. Präsenzsitzungen werden weiter wichtig bleiben, können in Zukunft aber reduziert werden. Einige der von uns geplanten Veranstaltungen für 2020 – unseren jährlicher Elternkongress sowie die Fortbildung für Schulleiterinnen und Schulleiter an Gemeinschaftsschulen – mussten wir früh absagen. Durchführen wollen wir neben einer bildungspolitischen Runde noch eine für Oktober terminierte Mitgliederversammlung, in der ein neuer Landesvorstand gewählt werden soll. Dieter Zielinski wechselt in den Bundesvorstand. Erfreulich, dass wir mit Christa von Rein bereits eine Nachfolge-Kandidatin für den Landesvorsitz gefunden haben.

DIETER ZIELINSKI

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