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Saarland
Diskurs
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Frau J. Lion
Hohenzollernstr. 60
66117 Saarbrücken

Sehr geehrte Frau Lion,

der Landesvorstand der GGG Saarland bedankt sich, für die Möglichkeit zum

Entwurf einer Verordnung „zur Änderung der Verordnung über die Festlegung der Werte für Klassen-, Gruppen- und Kursbildung und über Schüler-Lehrer-Relation

eine Stellungnahme abzugeben.

Der Vorstand der GGG Landesverband Saarland rät dringend, die Richtzahlen für die Bildung von Klassen und Kursen in Gesamtschulen deutlich zu senken.

Die von der AK (Bericht an die Regierung des Saarlandes 2010) veröffentlichten Ländervergleichszahlen sehen die saarländischen Gesamtschulen am hinteren Ende des Ländervergleichs. Diese Position haben die Gesamtschulen schon seit Jahren inne.

Gerade Gesamtschulen mit ihrem hohen Anspruch an die Verbindung von sozialem und fachlichem Lernen brauchen, um im Sinne der Schüler(innen) erfolgreich arbeiten zu können, Gruppengrößen, die 20 nicht wesentlich überschreiten.

Dies gilt insbesondere dann, wenn der Anspruch individualisierten Lernens nicht Etikett bleiben, sondern eingelöst werden soll.

Diese Richtzahl zu erreichen, scheint uns bereits auf kurze Sicht möglich, da durch den Schülerrückgang auch in der Sekundarstufe I Lehrerstellen „frei“ werden.

Die Reduzierung der Richtzahlen für den Grundkurs um 1 empfindet der Landesvorstand als unverantwortlich gegenüber der Lehrerschaft. Gerade Grundkursschüler(innen) bedürfen der besonderen Aufmerksamkeit, der intensiven Förderung und Unterstützung durch Lehrpersonen. Dies zu sehen, das zeigt die Reduzierung, und nicht wirklich Rechnung zu tragen, wirkt auf den Landesvorstand der GGG Saarland zynisch.

Mit freundlichen Grüßen

Günther Clemens

(1. Vorsitzender)